HELL - Unternehmens- und Produktchronik

1985-2002

1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991
1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
1999 2000 2001 2002      


1985

1.000. Chromagraph DC 350

2.500 DC-Chromagraphen (DC 300 A, DC 300 B, DC 350)

HELL ist es nach einigen Jahren Entwicklung erstmals gelungen, eine völlig neue Technologie zu verwirklichen und vorzustellen, die Gravur des Zylinders mit einem Elektronenstrahl (EBG= Electronic Beam Engraving). Die EBG-Maschine ist so konstruiert, dass sich der zu gravierende Zylinder einschließlich des Antriebsmotors vollständig im Vakuum befindet. Mit Hilfe eines Elektronenstrahls werden die Näpfchen sehr präzise steuerbar eingebrannt. Dabei werden Graviergeschwindigkeiten bis zu 150.000 Näpfchen pro Sekunde erreicht.

HELL auf der größten Druckfachmesse in den USA, PRINT ´85.

In einer kleinen Feierstunde wurde am 8. März der Muthesius-Schule, dem Fachbereich Gestaltung an der Fachhochschule Kiel, ein komplett eingerichtetes Scannerstudio für Lehrzwecke übergeben.

Die neuen Einzelgeräte – Chromagraph DC 360. Der verbesserte Farbrechner bietet dem Operator bei anspruchsvollen Farbkorrekturen wesentliche Hilfe.

Der Chromagraph DC 370 hat als bisher einziger Scanner der Welt einen analogen und einen digitalen Farbrechner, mit denen durch entsprechende Verknüpfung verschiedene Betriebsarten möglich sind.

Am 3. Juni wurde das neue Schulungszentrum im Werk 2 in Kiel-Gaarden bei strahlendem Sonnenschein eingeweiht. Mit einer Nutzfläche von über 2000 m2 ist es nach den neuesten Erkenntnissen und Erfordernissen der Aus- und Weiterbildung konzipiert.

Eine beachtliche Verbesserung bringt die im Combiskop neu eingesetzte Bildspeichereinheit BSE II. Es ist nun ein 1024 x 1024 Bildpunktbetrieb möglich und damit kann eine 4-mal größerer Bildausschnitt geladen und bearbeitet werden. Sie wurde von DeAnza in den USA entwickelt und stellt das Herz der „live“ Bildbearbeitungs- Hardware dar.

Am 30.09.1985 waren es 2.896 Mitarbeiter

1986

Das 500. Chromacom-System ist das erste elektronische Bildverarbeitungssystem, das nach Berlin geht. Mit einer kleinen Vertragsfeier auf dem Drupastand wurde das System übergeben.

Farbbilder via Telefon ins EBV-System. Weltweit stehen von HELL farbfähige Telebildsender TS 1086 im Einsatz, um z.B. aktuelle Pressebilder über Telefonleitungen zu schicken. Zur Geschwindigkeits- und Qualitätssteigerung stellt HELL den Systembaustein DPCM 4014 vor, einen Konverter, der ankommende analoge Farbsignale in einen digitalen Datenstrom wandelt.

Zur Drupa `86 wird auch ein Funktionsmuster des Flachbettscanners CD 30 vorgestellt. Kennzeichnend für diesen Scanner ist die eingesetzte, von HELL weiterentwickelte CCD-Technik (Charged Coupled Device). Er dient als Flachbettscanner zur Abtastung von Schwarzweiß- und Farbvorlagen.

Erstmals auf der 19. photokina in Köln stellte auch HELL seine Produkte für Fotoamateure, Professionals und industrielle Anwender aus.

Xenotron-Übernahme stärkt unsere Marktposition im Druckbereich. Perfekt wurde die Übernahme des britischen High-Tech-Unternehmens durch HELL im Oktober 1986. Die tragenden Elemente der elektronischen Systeme (schwarz-weiß) von Xenotron sind intelligente Gestaltungsplätze auf Mikroprozessorbasis, ein Text/ Bild-Verarbeitungssystem und ein kostengünstiger Laser- Dioden-Belichter. Die UX-Imagesetter verbinden auf wirtschaftliche und schnelle Weise Text- und Bilddaten. Aus der Produktpalette wäre der UX 70 und UX 90 zu nennen. Hohe Auflösung, Text-, Strichbild- und Halbtonbildausgabe auf Film oder Papier.

Datenkompression für Pressfax. Hohe Abtastgeschwindigkeiten und hohes Datenvolumen erfordern bei simultanem Betrieb einen breitbandigen Übertragungskanal. Für relativ kurze Entfernungen sind solche Kanäle von den laufenden Postgebühren her tragbar. Das trifft für große Entfernungen, ob national oder international, nicht mehr zu. Die wesentlichen Bildinformationen findet man in den Schwarzweiß oder Weißschwarz-Übergängen. Die Verweilzeit auf einem diese Werte ist unterschiedlich lang, bietet aber keine zusätzliche Information. Auf der Sendeseite wird somit die Information codiert, dann übertragen und auf der Empfangsseite dekodiert.

Es ist ein Digitalfax HF 1060 entwickelt worden, ebenfalls als HF 1060 Y.

Am 30.09.1986 waren 228 Auszubilden- de in der Firma beschäftigt.

HELLaktuell (vormals „für uns alle“) bringt am 19. Dezember sein Heft Nr. 100 heraus.


1987

Auf der 86. Ordentlichen Mitgliederversammlung der Gutenberg-Gesellschaft, die im Gutenberg-Museum in Mainz tagte, wurde Ernst-Erich Marhencke am 20. Juni zum Senator der renommierten Vereinigung ernannt.

Für die 25jährige Mitgliedschaft in der international angesehenen Photografischen Gesellschaft in Wien (PhGW) erhielt unser Unternehmen am 17.03.1987 auf der ordentlichen Hauptversammlung in der österreichischen Bundeshauptstadt eine silber- ne Jubiläums-Medaille.

Zur Druckfachmesse GRAPHI-TEC, in Paris stellte HELL das erste Modell einer neuen, voll digitalen Chromagraph-Serie vor: den systemfähigen Scanner/ Recorder DC 380/ 380 T/ 380 TS mit digitalem Farbrechner. Wichtige Merkmale sind: Digitaler Farbrechner; serienmäßig mitgelieferte Basis-Farbkorrekturen;
Bedienoberfläche mit Menü-Technik; dazugehöriger Farbmonitor; separate, kompakte Disketteneinheit; neue Steuereinheit.

Ein neuer Chromagraph Eingabescanner CS 415 ist entwickelt worden.

Erfindungen – Patente – Innovationen:
In einer offiziellen Feierstunde am 30. 11.1987 in Begleitung seiner Gattin, wird Dr. Hell wird in die Erfindergalerie des Deutschen Patentamtes aufgenommen. Mit der Aufnahme in die Deutsche Erfindergalerie werden ausschließlich lebende deutsche Erfinder geehrt.

1988

Das 50. Digiset LS 210 ist verkauft.

300. Flachbettgerät aus der Pressfax Familie verkauft.

Nur 10 Monate nach Freigabe zur Auslieferung der digitalen Scannerserie DC 380/ CP 345 wurde im Mai das 500. Gerät ausgeliefert.

Als Referenz vor der HELL Technik, die ursprünglich ganz wesentlich auch die moderne Schiffskommunikation beeinflusst hat, „bestimmte“ der NDR unsere Kantine im Werk I für seine Sendereihe „Ortstermine” und übertrug von dort am 10. April 88 das 1.957te Hamburger Hafenkonzert.

Siemens/HELL/Xenotron auf der Imprinta.

Auf der Imprinta 88 wurde der neue Helio-Klischograph K 304 vorgestellt. Hiermit präsentiert HELL ein Produkt, das den im Verpackungssektor gestellten, hohen Ansprüchen gerecht wird.

Auf dieser Messe wurde die neue ChromaGraph-Familie 3000 vorgestellt. Zu dieser neuen Generation gehören drei verschiedene AV-Stationen und getrennte Scanner-/ Recordereinheiten:

  • ChromaGraph S 3010/ 3010 S der Scanner-Automat

  • ChromaGraph R 3020/ 3020 S - der Recorder-Automat

  • ChromaGraph R 3030/ 3030 S - Großformat- Recorder

und die AV-Stationen

  • ChromaPlan P 300 zur Erfassung der Auftragsdaten. Hier gibt der Bediener das Abtastformat ein und legt den Bildausschnitt fest.

  • ChromaMount P 320 zur Montage der abzutastenden Vorlagen. In diesem AV-Platz kann jede der drei Abtastwalzen in die vorgesehene Aufnahmevertiefung gelegt werden. Nun ist eine bequeme Montage winkelig oder schräg je nach Ausschnitt möglich.

  • ChromaSet P 330 zur Bild- und Farbkorrektureinstellung. Dieser AV-Platz ist mit einem speziellen Messkopf ausgerüstet. Dadurch können hier erstmals auch all die Farbbildeinstellungen und Farbmessungen vorab vorgenommen werden, die bisher nur am Scanner durchgeführt werden konnten.

Das ChromaCom 1000 ist ein EBV-System, das speziell für Bildmontage konzipiert ist. Das CC 1000 kann an alle analogen und digitalen HELL-System Scanner angeschlossen werden. Die Hardware ist diesmal ein „Standard“ Siemens PC.

Das ChromaCom 2000 hat eine neue menügeführte Bedienoberfläche, die Siemens-Megafile-Speicherlaufwerke, einen neuen Rechner und eine neue Software.

25 Jahre auf der Leipziger Messe. Partnerschaft zum beiderseitigen Vorteil. In Würdigung der 25jährigen Teilnahme an der Leipziger Messe und des damit geleisteten wertvollen Beitrages zur Förderung des internationalen Handels wird an Dr.–Ing. Rudolf Hell GmbH Kiel / BRD diese Urkunde verliehen.

Am 3. August wurde in Suchsdorf im Rahmen einer kleinen Feierstunde der 500. Helio-Klischograph an die Schweizer Firmengruppe Ringier AG übergeben.

Einzug des Umweltministeriums in das Entwicklungsgebäude. Nachdem mit der Landesregierung Schleswig-Holstein die Verhandlungen über den Verkauf unseres Standortes Dietrichsdorf in einer fairen Atmosphäre abgeschlossen werden konnten, unterschrieben am 27. September 1988 Ernst-Erich Marhencke und Bernd Rusitska den Kaufvertrag mit der Landesregierung.

1989

Zu einer kleinen Feier lud am 15. März das HELL-Pressfax-Team ins Werk III. Erfreulicher Anlass war die Auslieferung des 500. Flachbett-Pressfax-Gerätes, das in Dänemark arbeiten wird.

Dr. Hell zieht sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurück.

Werk I wird geschlossen. Später wird das Werk III in Kiel-Suchsdorf Hauptsitz.

Ein AV-Platz HelioSet für Helio-Klischographen wird entwickelt.

Ein neues Gesicht für das Info-Center in Gaarden. In ansprechenden Farben, mit neuen technischen Möglichkeiten – rundherum frisch und modern – so präsentiert sich jetzt das Info-Center in Gaarden Werk II.
Wenige Tage vor Vollendung seines 74. Lebensjahres ist Senator Dr. rer. nat. Roland Fuchs am 25. Mai 1989 gestorben. Er war seit 1952 bei HELL und durchlief viele wichtige Stationen.

Als Standort-Konzept im Werk III wird eine neue Kantine für die Belegschaft und ein neues Verwaltungsgebäude geplant, die Bauarbeiten beginnen.

Die Entwicklung nachstehender Geräte ist das Ergebnis von Hells Bereitschaft zum offenen Dialog mit dem Anwender und dem Bemühen um eine Markt orientierte Verbesserung eingeführter Produkte. Die DC 380 T und CP 345 T wurden mit einer Reihe von Funktionen ausgerüstet, die dem Kunden noch mehr Effizienz bei der Bearbeitung von Aufträgen langfristig gesehen eine Steigerung des Durchsatzes, bieten.

Mit großem Kranz, launigem Spruch und norddeutschem Korn – zünftig also – wurde am 20. Juli das Richtfest für das neue Suchsdorfer Betriebsrestaurant gefeiert. Das wird dann später von der Gruppe EUREST bewirtschaftet.

Neuer HELL-Schriftenkatalog. Jetzt liegt er vor. Rechzeitig zur IFRA 89, Mitte Oktober in Amsterdam, wurde er fertig gestellt und erfreut sich bereits eines regen Zuspruchs. In farbigem Einband im New Wave-Stil präsentiert die Firma HELL auf fast 300 Seiten über 1400 Qualitäts-Schriften. Ein großer Teil von ihnen kann auch speziell für CRT- und Ultre UX-Belichter geliefert werde.

1990

Mit „Für Uns“ hat das Verkaufsbüro Hamburg der Siemens-Electrogeräte GmbH sich im Eingangsbereich des neuen Betriebsrestaurants in Werk III einen guten Standort gesichert.

Drupa 90. Der HELL-Stand in der Halle 5 umfasst rd. 2000m² Ausstellungs- und Kommunikationsfläche und steht unter dem Motto: Move forward with us. Neuer Besucherrekord – neue Kontakte – neue Produkte – neue Aufträge.

Am 29. März 1990 wurden im Rahmen eines festlichen Abendessens die Verdienste um die HELL GmbH der nun ausgeschiedenen Prof. Heinz Gumin und Dr. Werner Poschenrieder von Aufsichtsrat und Geschäftsführung gewürdigt.

NORTEC `90. Erstmals war HELL in diesem Jahr auf dieser Fachmesse für die Metallbearbeitung vertreten, sie fand im Mai in Hamburg statt. Dabei ging es darum, Partner aus der metallbearbeitenden Industrie zu werben, die als Spezialisten Aufträge für die Komplettbearbeitung in geprüfter Qualität und termingerecht übernehmen könnten.

Betriebsversammlung am 8. Juni 1990 im Zeichen von >Linotype/HELL<. Wie kam es zum Projekt Linotype/Hell? Erste Gespräche zwischen Linotype, Siemens und Hell hätten bereits vor 10 Jahren stattgefunden. Doch erst in den letzten Wochen und Monaten sei es zu konkreten Vereinbarungen gekommen.
Marhencke: „Vernunft und Neigungsehe”.

Es taucht die Zeitschrift Linotypeintern als Mitarbeiterinformation auf.

HELL: Spitzentechnologie für Bild, Text und Kommunikation.
Es entstehen die Workstation W 100/ W 1000/ W 2000.

Im Oktober auf der IFRA ´90 in Barcelona stand unter anderem der DC 380 T, das ChromaCom 1000 und das BridgIt.

Siemens Pressemitteilung 12. November 1990.
Neues Gemeinschaftsunternehmen: integrierte Systeme für die Grafische Industrie. Die Siemens AG, Berlin und München, die Siemens-Nixdorf-Informationssysteme AG (SNI), Paderborn, sowie die Linotype AG, Eschborn (demnächst Linotype-Hell AG), beabsichtigen, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, das integrierte Systeme für die grafische Industrie entwickeln und vertreiben soll.
Der Neue Vorstand.
Dr. Wolfgang Kummer Vorsitzender,
Ernst-Erich Marhencke Stellv. Vorsitzender (ab 12.11.1990)
Klaus O. Frank;
Karl Heinz Midunsky;
Bernd Rusitska (ab 12.11.90);
Dr. Lutz D. Thiele;
Dr. Klaus Wellendorf (ab 12.12.90);
Dr. Erwin Königs, stellv.

Weltweit sind mehr als 1000 Laser-Imagesetter der Baureihe 500/530 wie der Laserbelichter Linotronic installiert.

Durch die Fusion im Jahr 1990 mit der Dr. –Ing. Rudolf Hell GmbH kam die Ultre Division in den Linotype-Hell Konzern. Ultre fertigt sehr preiswerte Ultre-Setter, also Imagesetter von hoher Zuverlässigkeit und einfacher Handhabung.

Mit dem LinoColor System können grafische Betriebe jetzt wirtschaftlich und sicher in die Farbbildbearbeitung einsteigen.
Farbsichere Text-/ Bildintegration und hohe Produktivität.
Mit dem LinoPress System bietet Linotype Zeitungen und Zeitschriften die professionelle Komplettlösung, im Medien- Wettbewerb vorn, mit einer offenen Systemarchitektur.

Weltweit beschäftigt der Linotype Konzern 5251 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne ISGI). In der Linotype AG waren 3596 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, davon 2163 im Geschäftsbereich Hell.

Die letzte Ausgabe der HELLaktuell (vormals „für uns alle”) erscheint als Nr. 116 im Dezember 1990.

Hell-Innovationspreis zum 90. Geburtstag

Im Kreis von Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ehrte die Linotype-Hell AG (Eschborn) das Lebenswerk des Pioniers der Nachrichtentechnik mit der Stiftung des „Dr.-Ing.-Rudolf-Hell-Innovationspreises” Der Förderpreis soll für kreative Tätigkeiten im Kommunikationsbereich vergeben werden.

1991

Es erscheint die Nr. 1 der Linotype-HELLintern Mitarbeiterzeitschrift.

Die Linotronic LTC 300 war mit mehr als 8000 installierten Einheiten bereits der erfolgreichste Laserbelichter überhaupt.

Erstmals gemeinsam: Linotype–Hell auf der CeBIT`91.

HQS (High Quality Screening), ein Meilenstein für PostScript.
Die klassischen Druckverfahren können nur volle Farben drucken. Halbtöne werden dem Auge nur vorgetäuscht, indem man viele kleine Farbpunkte mit variabler Flächendeckung nebeneinander setzt. Dieser Vorgang wird als Aufrastern oder Screening bezeichnet.

Zusammen mit der Kieler Firma Krupp MaK Maschinenbau GmbH hat der Geschäftsbereich HELL in knapp zweijähriger Entwicklungsarbeit den Prototyp einer EBT Anlage erstellt, der am 7. März nach 15monatiger Fertigung von der MaK an das Werk Kiel-Suchsdorf geliefert wurde. EBT = Elektron Beam Texturing.

Weltweit hat Linotype-Hell 20.000 Laser-Imagesetter installiert. Im Juni wurde die Linotronic 630 (LTC 630) aus der Kieler High Tech-Schmiede der Fachöffentlichkeit als neues Spitzenmodell präsentiert. Es handelt sich dabei um den ersten DIN A3 Innentrommelbelichter.

Werk II, Gaarden, wird geschlossen.

1992

Das neue PrePress Studio von Linotype-Hell befindet sich an zentralem Standort in Eschborn. Auf 1200 m² Ausstellungsfläche erhalten hier Kunden und Interessenten aus aller Welt einen fundierten Einblick.

Mit ColorPath 300/ 380 können auch an analogen HELL Scannern oder den Scannern DC 380 T, CP 345 T TIFF-Dateien erzeugt und an den Macintosh übergeben werden. Dabei sind Macintosh Quadra oder Macintosh der Familie II notwendig.

Der auf der Imprinta `92 vorgestellte RIP 60 wurde mit der Seybold-Auszeichnung bedacht.

Der ChromaGraph S 2000, dessen Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit in der Tradition der seit Jahrzehnten erfolgreichen ChromaGraph-Trommelscanner steht, ist der schneller CCD Flachbettscanner.

Ganz neue Leistungsdimensionen bietet der PostScript RIP 50 auf RISC-Basis, der speziell für den PostScript Level 2 entwickelt wurde und damit die Vorgänger RIP 30 und RIP 40 ergänzt.

Am 16. September wurde in unserem Kieler Werk der 1000. DC 3000-Recorder/ Scanner fertig gestellt.

1993

DaVinci – superschnelle PostScript Workstation für die Farbbildverarbeitung und –montage in Top-Qualität. Neu und bislang einzigartig ist das „Layer Prinzip˝ von DaVinci. Jedes Seitenelement (Masken, Bilder oder Texte) und jede Korrektur auf einem Seitenelement wird separat gespeichert, so dass Einzelschritte schnell rückgängig gemacht oder modifiziert werden können.

Die Signastation basiert auf Software-Modulen von Linotype-Hell und NEXT sowie auf einer 486-PC-Hardware-Plattform. Das Entwicklungsziel bei der Signastation war daher, die zeit- und kostenintensive sowie fehleranfällige manuelle Bogenmontage in einen vollelektronischen und wirtschaftlichen Prozess zu übertragen. Dabei geht es um die richtige Zusammenstellung von Vorder- und Rückseiten beim Druck von z.B. 16 Seiten auf ein Blatt.

Im Unternehmen wird ein Electronic-Mail-System eingeführt.

Schrift im neuen TrueType-Format.
Zur Optimierung von Rechnerzeit und Speicherbedarf wird ein Schriftzeichen nur als Umrissdarstellung mittels mathematischer Funktionen abgelegt. Mit dieser Technik ist es nun möglich, jede gewünschte Schriftgröße zu generieren und im Bedarfsfall wieder als Pixelmuster darzustellen. Das Rechenverfahren zur Umwandlung einer Umrissdarstellung in eine Pixeldarstellung ist nun sehr einfach.

Einen DIN A2-Recorder mit Innentrommelbelichtung stellt man auf der IPEX 1993 vor. Ein richtiger Herkules ist dieser Recorder.

Es kommen die Trommelscanner S 3500 und S 3800 auf den Markt.

1994

Das Frequenzmodulierte Rasterverfahren Diamond Screening (DS) wird publizier.

Die Trommelscanner Familie wird um den Chromagraph S 3300 und 3900 erweitert. Der Chromagraph S 3900, ein vollautomatischer Spitzenscanner. High-End Qualität 24000dpi.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Kummer wechselt in den Aufsichtsrat. Der neue Vorstandsvorsitzende wird Dr. Erwin König.

Der Profi-Flachbettscanner TOPAZ wird entwickelt.

1995

Auf der Drupa in Düsseldorf wird das erste Computer-to-Plate System von Linotype-Hell vorgestellt (Gutenberg).

1996

Linotype: Kiel wird Hauptsitz. Drastische Sparmaßnahmen hat die Linotype-Hell AG (Eschborn) angekündigt. Doch das Kieler Werk des Unternehmens wird davon weitgehend verschont bleiben und insgesamt sogar aufwertet. Linotype-Hell wird weltweit 1200 seiner 3200 Stellen abbauen, 800 davon in Deutschland, seine Zentrale in Eschborn schließen und „sämtliche Aktivitäten am Standort Kiel konzentrieren“.

1997

Am 27. April 1997 verstarb unser ehemaliger Geschäftsführer Heinz Taudt.

Die Fusion der Linotype-Hell AG mit der Heidelberger Druckmaschinen AG wurde am 20. Oktober 1997 in das Handelsregister eingetragen. Nun ist der Standort Kiel unter dem Firmenzeichen der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), Weltmarktführer für die gesamte Printmedien-Industrie, zugeordnet.
Kiel ist dabei der Standort für die Entwicklung und Produktion von Vorstufentechnologie sowie für die Montage digitaler Druckmaschinen.

Kiel 12. November - „Wir sind jetzt alle Heidelberger“, rief gestern Nachmittag der gebürtige Berliner Hartmut Mehdorn seinen Kieler Mitarbeitern entgegen. Chef in Kiel wird Herr Bernhard Schreier.

Der Quickstep, ist ein A3 –Plus Desktop Flachbettscanner mit hoher Auflösung und automatischer Schärfeeinstellung. Moderne CCD-Technologie.

Der meistverkaufte Flachbettscanner der Profi-Klasse ist der Topaz. Trilineare Farb-CCD Zeile mit 3 x 8000 Bildelementen. Zuverlässigkeit und hohe Produktivität.

High-Tech auf wenig Grundfläche. Der vertikale kleine Trommelscanner TANGO, später PrimeScan, bürgt für hohe Leistung und ist der letzte in Kiel entwickelte Trommelscanner in Spitzenqualität. Drei Fotomultiplier scannen Farbe in einem Durchgang.

Eine praxisorientierte, modulare Datenbanklösung für die speziellen Anforderungen der Prepress-Branche mit ihrem hohen Datenaufkommen ist die Database Solutions. NT-Produktionsdatenbank und Archivlösungen LinoServer für kleine System- umgebungen.

1998

Zu den weiteren Produkten unter der Leitung von Heidelberg sind zu nennen der Tango XL für noch mehr Format (max. Abtastformat 645 mm x 500 mm).

1999

Eine neue Graviermaschine K 500 wird der Fachwelt vorgestellt. Die Maschine kann über einen Server vernetzt werden.

2000

Die Jahrtausendwende bringt nicht das befürchtete Chaos der PCs und Rechner, die nur Zeiten und Daten bis 1999 verstehen konnten. Die Heidelberger Druckmaschinen AG feiert in diesem Jahr ihr 150jähriges Bestehen. Es erscheint die Druckschrift 150 Jahre Heidelberg Standort Kiel - Auf den Punkt gebracht…
Die Druckschrift beinhaltet eine Einstimmung von Wolfgang Pfitzenmaier, Mitglied des Vorstandes der Heidelberger Druckmaschinen AG und dem Leiter des Standortes Kiel der Heidelberger Druckmaschinen AG Herrn Dipl.-Ing. Herbert Krenn, Leiter der Business Equipment Supply. Der Inhalt beschreibt in reich bebilderter Weise den Werdegang des Standortes Kiel unter Würdigung des Lebenswerkes von Dr.-Ing. Dr.-Ing e. h. Rudolf Hell.

Auf der Drupa 2000 können sich die Anteile der verkauften bzw. georderten Druckvorstufen Geräte und Software-Produkte sehen lassen, wie der Flachbett-Scanner Nexscan, ein DIN A3 Flachbettscanner und der Primescan mit senkrecht stehender Trommel, zusätzlich Workflowprodukte wie Prinergy.

Das Datenbanksystem mit Archivierung erweitert sich zu Jetbase.

2001

19.12.2001 - 15:48 Uhr
Der große deutsche Erfinder Dr. Rudolf Hell feiert seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass ehren die Landeshauptstadt Kiel und die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) Dr. Hell bei einer Feierstunde im Kieler Rathaus.

An diesem Tag wird vorher, im Beisein von Dr. Hell und Familie, vieler Honoratioren und Mitarbeiter aus dem alten „Siemenswall” in Kiel-Suchsdorf die „Dr.-Hell-Straße“.

2002

Am 11. März 2002 stirbt Dr.-Ing. Rudolf Hell in Kiel.
Seine große Idee war es, Buchstaben, Ziffern und Abbildungen auf elektrischem Weg in kleine Punkte zu zerlegen, diese als elektrische Impulse zu übertragen und beim Empfänger wieder zu Zeichen und Bildern zusammenzusetzen.

In seine Zeit fallen 202 Patente und Gebrauchsmusteranmeldungen in Deutschland, 22 in den USA, 13 in Großbritannien, 10 in der Schweiz und 4 in Österreich