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Aus der Presse und den Medien
 

Start ins digitale Zeitalter - Sonderausstellung vom Verein „Technische Sammlung Dr.-Ing. Rudolf Hell“

Von Volker Rebehn - Kieler Nachrichten - Sonnabend, 10. September 2011

Neumühlen-Dietrichsdorf - Der Name hätte nicht passender sein können. Unter dem Motto „Die Firma von nebenan – Dr. Hell“ zeigt das Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei sonntags bis zum 16. Oktober eine Sonderausstellung über die Firma Hell. Howaldt und Hell waren über 40 Jahre Nachbarn in Neumühlen- Dietrichsdorf. Heute erinnert wenig an diese Zeit, in der beide Betriebe tausende Menschen beschäftigten.  Von Volker Rebehn KN Samstag 10. September 2011

Von den einstigen Howaldtswerken in Neumühlen-Dietrichsdorf, die 1983 ihre Tore schlossen, ist die Metallgießerei geblieben. Sie steht unter Denkmalschutz und ist seit 2007 Museum. Die ehemaligen Hell-Häuser sind heute Teil der Fachhochschule Kiel. Rudolf Hell hatte sein Unternehmen 1947 in ehemaligen Howaldtgebäuden neu gegründet und nach und nach erweitert. Der Hauptsitz des Unternehmens (seit 1981 eine hundertprozentige Tochter der Siemens AG) am Schwentinenordufer wurde geschlossen und nach Suchsdorf verlegt. Nach dem Umweltministerium (1988) nutzt die Fachhochschule ab 1994 den Komplex in der Grenzstraße. Hell ging 1990 in der Linotype-Hell AG und 1997 in die Heidelberger Druckmaschinen AG über. Diese hat heute noch ein Werk in Suchsdorf.

„Unser Verein möchte die Erinnerung an das Lebenswerk von Rudolf Hell wach halten“, sagt der Schatzmeister Dr. Dieter Preuß, der von 1978 bis 2005 bei Hell in der Entwicklung gearbeitet hat. Aus diesem Grund haben ehemalige Mitarbeiter am 21. November 2005 den Verein der Freunde und Förderer „Technische Sammlung Dr.-Ing. Rudolf Hell e.V.“ in Kiel gegründet. Denn Text- und Bildkommunikation, der Scanner, Desktoppublishing oder gestochen scharfer Digitaldruck, was heute so selbstverständlich erscheint, wäre ohne Rudolf Hell nicht möglich. „Der Mann, der in Kiel lebte, hat mit bahnbrechenden Erfindungen den Weg ins digitale Zeitalter geebnet“, sagt Dieter Preuß.

Und so haben die mittlerweile 35 Vereinsmitglieder „100 Jahre Technikgeschichte made in Kiel“ zusammengetragen. Mehr als 700 Exponate – darunter Kommunikationsgeräte, Hellschreiber und Reproduktionsgeräte wie Scanner und Satzsysteme – und Dokumente schlummern die meiste Zeit in einer 200 Quadratmeter großen Lagerhalle am Holzkoppelweg. Nur zu Ausstellungen werden die Schätze enthüllt. „Das Besucherinteresse ist jedes Mal groß“, sagt Dieter Preuß.

Daher sucht der Verein geeignete, ungefähr 500 bis 600 Quadratmeter große Räume, die Platz bieten für innovative Ausstellungskonzepte. Dann könnte sicher auch der 1000 Kilogramm schwere Vario Klischograph bestaunt werden. Doch auch die gut 40 Exponate im Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei geben einen sehr guten Einblick in das Lebenswerk des Erfinders Rudolf Hell. Sie ist sonntags im Rahmen der Museumsöffnungszeiten zu sehen. Kiels Ehrenbürger ist am 11. März 2002 im Alter von 100 Jahren in Kiel gestorben. Artikel JPG oder als PDF

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Hells Werke wandern weiter - Kieler Nachrichten 10. Juni 2009 (Karina Dreyer)


Kiel - Kieler Technik-Geschichte sucht eine feste Bleibe: 700 Exponate und Dokumente des „Vereins der Freunde und Förderer Technische Sammlung Dr.-Ing. Rudolf Hell in Kiel“ mussten nun von der Wik nach Suchsdorf umziehen. Doch auch der neue Standort ist keine Dauerlösung.

Drei 40-Tonner brachten rund 60 Paletten mit kleineren Geräten und 15 größeren Exponaten, darunter ein 1000 Kilogramm schwerer Vario Klischograph, vom Wiker Sitz der Firma Kodak zur Lagerhalle der Heidelberger Druckmaschinen im Stadtteil Suchsdorf. Notwendig wurde der Umzug nach zweieinhalb Jahren wegen Personal- und Flächenabbaus bei Kodak.

Kommunikationsgeräte, Funk- und Hellschreiber und Scanner - die Sammlung umfasst von Hell selbst oder seiner Firma Dr.-Ing. Rudolf Hell GmbH erfundene, ebenso weiterentwickelte, gefertigte und vertriebene Produkte. Schon 2001 begannen einige Mitarbeiter zum 100. Geburtstag des Erfinders Geräte und Unterlagen aus den Anfängen des Unternehmens 1929 zu sammeln, zu restaurieren und funktionsfähig zu machen. „Wir haben Originale von 1930 bis zirka 2000 aus dem breiten Hell-Spektrum“, erklärt Lothar Deckert, Vorsitzender des 32 Mitglieder starken und 2005 gegründeten Vereins, der Mitglied im Museumsverband Schleswig-Holstein ist.

Anfangs war der Verein mit den Exponaten im ehemaligen Hell-Freizeitheim in Suchsdorf (Heidelberger Druckmaschinen AG) untergebracht, doch der Bauernhof wurde verkauft. Damit fiel nicht nur das Lager, sondern auch Ausstellungsfläche weg. Für zweieinhalb Jahre lagerte die Sammlung dann in der Wik.

Foto: Karina Dreyer

Doch mit dem Personal- und Hallenabbau Kodaks drohte der Hellschen Sammlung „ein Ende in der Schrottpresse“. Emsig suchte der Verein nach einer neuen Halle und fand Lager-Unterschlupf beim Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen. „So ein Umzug tut jedes Mal weh, da fällt mal was hin oder durch unebenen Boden ab“, sagt Schatzmeister Dieter Preuß. Und außerdem: Was nützt ein solch liebevoll behütetes Erbe, wenn es der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist? Der Verein nahm zwar schon mit der Fachhochschule (Computerschau-Sammlung) am Internationalen Museumstag, an der Museumsnacht und dem Tag der Deutschen Einheit teil.

Doch die Nutzung der neuen Halle ist wieder „nur für Lagerzwecke und vorübergehend, wir sitzen nach wie vor auf glühenden Kohlen“, meint Frank Schlünsen, zweiter Vorsitzender. Gesucht wird in Kiel und Umgebung ein kostengünstiges Lager von 400 Quadratmetern Fläche, ebenso Ausstellungs- und Werkstatträume samt sanitären Anlagen und Parkplätzen. „Wir würden gerne eine lebendige Ausstellung und Technik zum Anfassen bieten“, erklärt er.

Mehrfach habe sich der Verein schon an die Stadt gewandt, „die weiß über unsere Situation Bescheid, findet die Sammlung ganz toll, aber nix passiert“, klagt Schlünsen. Schließlich sei Hell ja Ehrenbürger der Stadt Kiel, sein Unternehmen hatte in Hochzeiten bis zu 3500 Mitarbeiter, „das ist doch kein Pappenstiel“. Neben unverbindlichen Gesprächen mit der FH hat der Verein Kontakt zum Landeskonservator geknüpft und hofft, dass die Sammlung als erhaltenswert eingestuft wird, um gefördert zu werden. „Wenn man so etwas erst einmal hat, könnten wir uns besser verkaufen, unsere Bekanntheit erhöhen und jüngere Mitglieder werben“, sagt Gründungsmitglied Andreas Müller. Unterstützung in Form eines Webdesigns und Faltblättern gibt es übrigens demnächst von der Tochter des Erfinders, Veronika Hell.

URL: http://www.kn-online.de/lokales/kiel/?em_cnt=96467&em_loc=3

"Wir Kieler" - Imagekampagne der Stadt Kiel und von Kiel-Marketing e.V. 2009


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Dr.-Ing. Hell, Rudolf (†)

(* 19. Dezember 1901 in Eggmühl † 11. März 2002 in Kiel)

Der Erfinder der Bildzerlegerröhre (1925), des Hellschreibers (1929), des Klischographen (1951), und des digital erzeugten Fotosatzes (1965) ist einer der bedeutendsten deutschen Erfinder.
Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern, des Gutenberg-Preises und des Werner-von-Siemens-Ring. 1929 gründete Hell sein eigenes Unternehmen in Neubabelsberg, nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wagte er 1947 den Neuanfang in Kiel-Dietrichsdorf. Kiel war fortan seine Wahlheimat und 1981 wurde Dr. Hell zum Ehrenbürger ernannt.

2002 starb Rudolf Hell im Alter von 100 Jahren und wurde auf dem Parkfriedhof Eichhof beigesetzt. Er meldete in seinem Leben 131 Patente an. 
Link zur Website
Kieler Nachrichten 17.12.2007 (Open-Air-Galerie Seite 15)
Es gibt eine Ausstellung, die immer geöffnet ist: die Kunstwerke und Denkmale im öffentlichen Raum. Viele hundert moderne und ältere Werke finden sich in Kiel und Umgebung. In einer Serie stellt sie der Kieler Kunsthistoriker und Journalist Jens Rönnau vor.  Heute Teil 272 –

Ehrengrab Dr.-Ing. Rudolf Hell
, Muschelkalk, um 1900 / 2003, Eichhoffriedhof, Feld 8 c.
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Erhaben gleitet ein Schiff mit geblähtem Segel in die Ewigkeit. Es kennzeichnet eines der schönsten Ehrengräber in der Stadt Kiel und ist dem Erfinder Rudolf Hell gewidmet. Er wurde am 19. Dezember 1901 im bayrischen Eggmühl im dortigen Bahnhofsgebäude geboren, denn sein Vater war dort Bahnhofsvorsteher. Geprägt von der dortigen Technik und der beginnenden Elektrifizierung der Bahn, war Hell schon zu Schulzeiten besonders an Physik und Mathematik interessiert und absolvierte 1919 bis 1923 ein Studium der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in München. 1927 promovierte er über ein direkt anzeigendes Funkpeilgerät für die Luftfahrt. Schon zwei Jahre zuvor, im Alter von 24 Jahren, erfand Hell die „lichtelektrische Bildzerlegungsröhre“ für das Fernsehen. 1929 gründete er sein eigenes Unternehmen in Neubabelsberg bei Berlin, das später nach Berlin-Dahlem umsiedelte. Hier entwickelte er Morsegeräte und den „Hellschreiber“ – ein Fernschreibgerät, das bis in die 80er Jahre für die Übertragung von Pressefunknachrichten verwendet wurde und das bis heute im Amateurfunkbereich eine Rolle spielt. Der Zweite Weltkrieg zerstörte das Unternehmen. 1947 baute der Erfinder seine Firma in Kiel-Dietrichsdorf wieder neu auf. Hier erfand er den Klischographen, das Faxgerät, den Scanner und den digitalen Fotosatz bis hin zum elektronischen Bildverarbeitungssystem. 1961 wurde die Firma um ein Werk in Kiel-Gaarden erweitert. Bis 1989 war Rudolf Hell aktiv dabei. 131 Patente hatte er insgesamt angemeldet.
Er starb am 11. März 2002 im Alter von 100 Jahren in Kiel als Ehrenbürger der Stadt, bedacht mit zahlreichen Preisen und Medaillen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz, der Gutenberg-Preis und der Werner-von-Siemens-Ring. Doch Aufsehen um seine Person waren nie die Sache Hells, was in einem ihm zugedachten Spruch auf dem Grab deutlich wird: „Das Glück des Menschen besteht weder im Physischen noch im Materiellen, sondern einzig im aufrechten Sinn kluger Umsicht“. Nicht nur der Text ist kennzeichnend, sondern auch das Schiff auf dem Stein: Rudolf Hell war zeitlebens begeisterter Segler. Dargestellt ist eine mittelalterliche Kogge mit Rahsegel, Aussichtskorb und hohem Achterkastell, vorn mit einer großen Gallionsfigur, die an Wikingerschiffe erinnert. Es wird von zwei Putten begleitet: Einer zieht das Schiff mit einem Seil durch die Wellen als Symbol für sicheres Geleit, hinten bläst einer als Zeichen für gute Winde. Wie ein Dach oder wie Wolken sind Ornamente über der Szenerie gewölbt, unten wird sie durch eine Blumenreihe bekränzt, die links und rechts des hohen Steins rahmend fortgeführt ist. Es ist ein barockes Motiv, typisch auch für die Gründerzeit und die Zeit um 1900. Der Stein selbst, ein heller Muschelkalk, ist eine historische Rarität und stand als Ausstellungsstück rund 100 Jahre im Kieler Steinmetzbetrieb Ulbrich am Südfriedhof, geschaffen vermutlich von Albert Ulbrich (1855-1908). Zwei Kopien existieren davon. Für den Ehrenbürger aber war man bereit, sich von dem originalen Stein zu trennen.
© Text/Foto Jens Rönnau

Kieler Nachrichten 14.12.2007 "Landeshauptstadt Kiel" Seite 21 (© KN u. Karina Dreyer 2007)

Buch "Das HELL-Jahrhundert am 14.12.2007 in der KN vorgestellt:

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Erinnerungen an den großen Erfinder

Lothar Deckert lässt inseinem Buch 40 Jahre bei Dr. Hell Revue passieren

Kiel – Sein Leben ist eng verbunden mit dem Ingenieur und Erfinder Dr. Rudolf Hell (1901-2002): Über 40 Jahre hat Lothar Deckert in seiner Kieler Firma gearbeitet. 2005 gründete der heute 64-Jährige einen Verein, um Hells Lebenswerk zu würdigen und zu erhalten. Nun schrieb Deckert ein Buch mit dem Titel „Das Hell-Jahrhundert“. Vor anderthalb Jahren entstand die Idee von Lothar Deckert, über Hell und seine eigene Tätigkeit in der Firma ein Buch zu schreiben, in nur sechs Wochen waren seine Erinnerungen zusammengefasst. Auf 180 Seiten berichtet Deckert, gelernter Elektromechaniker und studierter Nachrichtentechniker, von den 40 Jahren, die ihn mit dem Hause Hell verbinden. „Das Buch möchte aber keine persönliche Lebenslinie Hells zeichnen oder auf die spezielle Technik seiner Erfindungen eingehen, darüber gibt es schon genügend Bücher“, meint Deckert, dessen Vater schon bei Hell beschäftigt war. Das Buch beschreibe vielmehr seinen Weg vom ersten Kontakt, über die Lehre bis hin zur langjährigen Mitarbeit mit Dienstreisen und Schulungen. „Vielleicht regt es ja auch  Jugendliche und Studierende auf diese persönliche Weise an, Fragen zu diesem großen Erfinder und der alten Technik zu stellen“, hofft er. Denn, und das kritisiert Deckert: „Von der Stadt ist Hell noch nicht als berühmter Erfinder oder Sohn der Stadt dargestellt worden“. Immerhin habe Hell die Welt von der Kieler Firma aus mit seinen Erfindungen revolutioniert und Grundlagen für die moderne Technik geschaffen. „Telebilder, Scanner und Lichtsatz, viele wissen gar nicht, dass all das aus Kiel kommt“, betont Deckert. Hell, 1901 im bayrischen Eggmühl geborenen, richtete 1947 in Kiel seine Werkstatt ein. 1951 erfand er hier die Klischee-Graviermaschine, 1954 ein Bildübertragungsgerät für Wetterkarten. 1956 ging das weltweit erste Faxgerät KF 108 in Großserie, es folgten in den 50er und 60er Jahren Morsegeräte. 1963 kam der erste Scanner auf den Markt, ein Jahr später der erste Telebildempfänger. Auch auf persönliche Treffen mit Hell geht Deckert in seinem Buch, das zu 90 Prozent mit eigenen Fotos gespickt ist, ein: „Es gab einmal einen fürchterlichen Anschiss, als Dr. Hell während einer Mittagspause qualmender Lehrlinge gewahr wurde“, heißt es, denn Rauchen und Alkohol waren im Dienst und in den Pausen verboten

200 Stück umfasst die Auflage, 25,90 Euro kostet das Buch „Das Hell-Jahrhundert“ von Lothar Deckert, zu beziehen im Buchhandel (ISBN 978-3-8831-2367-7) oder per Mail: info(at)lothar-deckert.de (Artikel
© Karina Dreyer (KN))

Kieler Nachrichten (Landeshauptstadt Kiel S.24) 12. Oktober 2007 (gho(©))


Link zu den Museumstagen (Bilder u. Bericht)
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Kieler Nachrichten (Lokalteil Kiel S.25) 25. Juli 2007 (von Karina Dreyer(©))

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Hell-Verein sucht neue Räume für alte Exponate
Streit mit der Freizeitgemeinschaft Bauernhaus um das Gebäude


Suchsdorf – Diskrepanzen mit dem Verein Freizeitgemeinschaft Bauernhaus und zu wenig Raum für die über 200 Hell-Exponate –das sind die Gründe, warum sich der Hell-Verein aus dem Gebäude im Suchsdorfer Holmredder 177 verabschieden muss und sich nun auf die Suche nach einem neuen Standort macht.
Mitte der 60er-Jahre übernahm die ehemalige Firma Dr. Ing. Rudolf Hell einen alten Resthof im ehemaligen Viehdamm, heute Holmredder. Von den Mitarbeitern wurde er am Feierabend und in Eigenarbeit zum Freizeitheim umgestaltet. Die folgenden Firmen Linotype-Hell AG (90 bis 96) und zuletzt Heidelberger Druckmaschinen AG, Werk Kiel, übernahmen das Gebäude.
Rund 100 ehemalige Hell-Mitarbeiter treffen sich hier heute noch unter anderem zum Fußball, Tischtennis, Amateurfunk und Modellbau.Im September 2006 gesellte sich der 2005 gegründete Hell-Verein dazu, der mit 32 Mitgliedern die Erinnerung an den 2002 verstorbenen Rudolf Hell und seine Erfindungen aufrechterhalten möchte.
Jeden zweiten Sonntag im Monat, wie auch am 12. August, gibt es von 13 bis 18 Uhr eine Ausstellung.  Doch die Gemeinschaft der beiden Vereine entwickelt sich zum Negativen: Die Heidelberger Druckmaschinen AG verkaufte das Gebäude samt 14000 Quadratmeter Grundstück an einen Privatmann. Der Verein Freizeitgemeinschaft Bauernhaus hat zwar noch fünf Jahre das Nutzungsrecht. „Doch Zuschüsse bekommen wir nicht mehr, 95 Prozent der Miete und Kosten müssen wir selber tragen. Deshalb möchten wir die Räume des Wohnhauses, in denen der Hell-Verein untergebracht ist, gerne am Wochenende und für Feste vermieten“, so Bauernhaus-Vereinsmitglied Wenzel Sperl. Zudem hagelt es gegenseitige Vorwürfe um Finanzen, Absprachen und Nutzung der Räumlichkeiten. „Uns ist das mit den Ausstellungen eine Nummer zu groß, es wird immer Reibereien geben. Wir hatten gehofft, dass beide davon profitieren können“, resümiert Sperl für seinen Verein. Lothar Deckert, Vorsitzender des Hell-Vereins, sieht das ähnlich: „Diese Anmache hält man doch nicht mehr aus, bis Ende August können wir wohl noch bleiben, aber dann müssen wir raus und wollen es mittlerweile auch. Lieber ein Schrecken mit Ende.“ Es sei keine Lösung, die aufgearbeiteten Exponate nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können, „dabei kriegen wir weltweit so viele tolle Exponate geschenkt“, erklärt er und hofft für den Verein auf ein bis zu 500 Quadratmeter großes Gebäude für mindestens drei bis fünf Jahre.

Etwas Positives hat Deckert aber auch zu berichten: Die Bavaria Filmgesellschaft wird sich für die Dreharbeiten zu den Buddenbrooks ein 1895 erbautes Morsegerät vom Hell-Verein ausleihen. Ebenso werden zwei Feldhell- und Hell-Schreiber bei der Wiedemann und Berg Filmgesellschaft für eine Kriegskomödie im U-Boot mit Atze Schröder eingesetzt. (Artikel und Foto -
© Karina Dreyer(KN))

Der Originalartikel zum
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Kieler Nachrichten 19. Mai 2007 - Kiel Lokal Seite 31

HELL-Verein beim Museumstag dabei

2500 A3-Bogen schafft die Kodak/NexPress 2500 digitale Farbdruckmaschine in einer Stunde. Das Modell des 3873 Kilogramm schweren Gerätes, hier präsentiert von Kodak-Prokurist Manfred Nebel (rechts) und Lothar Deckert, Vorsitzender des Hell-Vereines, ist während des Internationalen Museumstages am Sonntag, 20. Mai, zu sehen. Die neu gestaltete Ausstellung in vier Räumen und auf zwei Ebenen im Suchsdorfer „Bauernhaus e.V.“, Holmredder 177, ist von 11bis 18 Uhr geöffnet. Der Verein, seit März institutionelles Mitglied im Museumsverband Schlewig-Holstein und Teilnehmer am Kieler Museumsforum, zeigt in seiner Ausstellung Exponate aus der älteren und jüngeren Hell-Geschichte. Ebenso dabei sind Firmen wie Kodak/NexPress am Standort Kiel-Kanal, die mit dem Hell-Unternehmen verästelt sind. Denn fast die Hälfte der180 Mitarbeiter sind ehemalige Mitarbeiter des Erfinders Dr. Ing. Rudolf Hell. Kontakt und nähere Informationen bei Lothar Deckert unter Tel.: 0431/79257 oder im Internet: www.hellverein.de. Text/Foto Dreyer (KN)

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IHK-Zeitschrift "Wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee" Mai 2007 (R3)

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Betriebsbesuche in Kiel und Neumünster

Industrie und Industriegeschichte standen im Mittelpunkt der Betriebstour in der Landeshauptstadt. IHK-Hauptschäftsführer Dr. Jörn Biel besuchte Ende März u.a. auch die HELL-Sammlung.
Voller Respekt vor einem der größten Erfinder seit Gutenberg näherte sich Dr. Jörn Biel dem Hell-Museum. Vereinvorsitzender Lothar Deckert (ehemaliger Hell-Mitarbeiter) führte den Hauptgeschäftsführer durch die Räume des kleinen, liebenswerten Museums.
Hell (1901 2002) revolutionierte die Nachrichtenübermittlung und Drucktechnik rund um die Welt und machte den Namen Kiels weltweit bekannt.

Begeisterte Mitarbeiter des Edison der grafischen Industrie haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen. Mit einem Museum soll die einmalige Lebensleistung des Erfinders und Unternehmers stets in Erinnerung gehalten werden. Die Faxtechnologie, Scanner, Klischographen und letztlich die Digitalisierung ist Rudolf Hell zu verdanken, der nach dem Krieg aus Berlin nach Kiel kam und hier innerhalb weniger Jahren einen Betrieb mit mehreren tausend Mitarbeitern aufbaute. Weit über 130 Patente gehen auf sein Konto.

In Kiel-Suchsdorf am Holmredder 177 sind liebevoll restaurierte Exponate ausgestellt und geben einen Überblick über das technische Lebenswerk dieses genialen Wahl-Kielers.

Die IHK zu Kiel wird in absehbarer Zeit eine Ausstellung zusammen mit dem Verein präsentieren.

Download des Artikels im PDF-Format (350 KB)

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SHZ Landeszeitung 13. März 2007 "Aus der Region" - Seite 20

Ein Museum voller genialer Erfindungen
Kiel / rir
Wenn Kiels IHK-Geschäftsführer Jörn Biel über den Kieler Unternehmer Rudolf Hell spricht, dann tut er das voller Respekt: „Er war einer der größten Erfinder des 20. Jahrhunderts und stärkt bis heute – über seinen Tod hinaus – den Wirtschaftsstandort Kiel.“
Hell (1901-2002), dessen Firmengeschichte in Berlin begann und nach dem Krieg in Kiel fortgesetzt wurde, revolutionierte Nachrichtenübermittlung und Drucktechnik rund um den Globus und machte den Namen Kiel weltweit bekannt.
Den „Edison der grafischen Industrie“ nennen ihn Amerikaner, den größten Erfinder nach Gutenberg andere. Fasziniert hat er, dessen legendärer Hell-Schreiber Morsetechnik und Fernschreiber ablöste, der Digitalisierung, Fax-Geräte und Scanner erfand, mit Klischographen den Bilderdruck vereinfachte und verbesserte, viele – auch seine Mitarbeiter.
Einige von ihnen haben in den vergangenen Jahren das 2006 eröffnete kleine Hell-Museum aufgebaut, in dem zahlreiche Erfindungen Hells zu sehen sind – einige können auch in Betrieb genommen werden.
Die Hell-Geschichte hat viele funkelnde Facetten: Mit neuer Hell-Technik aus Kiel wurden Fotos von der Krönung der Queen in der Times, aber auch Bücher für den Papst gedruckt, weltweite, schnelle und heute ganz selbstverständliche Nachrichtenübermittlung machte der findige Kieler möglich, Grundsteine für die Fernsehtechnik legte er. Über 130 Patente gehen auf sein Konto.
Die IHK Kiel will das Leben des großen Kielers mit einer besonderen Ausstellung in der Merkur-Galerie im Haus der Wirtschaft würdigen, kündigte IHK-Hauptgeschäftsführer Biel an. Mit großem Interesse ließ er sich bei einem Besuch des Hell-Museums die Exponate im Hell-Museum zeigen.
Die Ausstellung am Holmredder 177 in Kiel-Suchsdorf kann an jedem zweiten Sonntag eines Monats von 13 Uhr bis 18 Uhr sowie auf Anmeldung (0431/79257) besichtigt werden.

Kieler Nachrichten 10. März 2007 - Seite 27

Wertvolles Präsent für den Hell-Verein
2500 DIN-A-3-Bogen schafft die Kodak/NexPress 2500, eine digitale Farbdruckmaschine, in einer Stunde. Ein Modell des 3.873 Kilogramm schweren Gerätes übergab gestern Kodak-Prokurist Manfred Nebel (Foto links) an Lothar Deckert, den Vorsitzenden des Hell-Vereines.

Anlässlich des 5. Todestages des Erfinders Dr. Ing. Rudolf Hell präsentiert der Verein am morgigen Sonntag von 13 bis 18 Uhr seine komplett neu gestaltete Ausstellung auf zwei Ebenen im Suchsdorfer „Bauernhaus e.V.“, Holmredder 177.
Der Verein, seit 2007 Mitglied im Museumsforum Kiel, wird nun jeden zweiten Sonntag im Monat seine Ausstellung mit Exponaten aus der jüngeren Hell-Geschichte zeigen, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Ebenso können sich dann Firmen präsentieren, die mit dem Hell-Unternehmen verästelt sind, wie Kodak/NexPress am Standort Kiel-Kanal. Denn fast die Hälfte der 180 Mitarbeiter sind ehemalige Hell-Mitarbeiter. Text und Foto eye

Kieler Nachrichten 18. Dezember 2006 - Seite 19
Kieler Nachrichten-Artikel vom 18. Dezember 2006

Auf den Spuren eines Kieler Erfinders
Ausstellung über Ingenieur Rudolf Hell - Verein will ein Museum

Kiel –„Telebilder, Scanner und Lichtsatz, viele wissen nicht. dass all das aus Kiel kommt und das möchten wir ändern", erklärt Lothar Deckert. Vorsitzender des 2005 gegründeten Hell Vereins Kiel. Um das zu erreichen, läuft noch bis morgen eine Ausstellung zum 105. Geburtstag des Erfinders Dr. Ing. Rudolf Hell.
21 Mitglieder, zum größten Teil ehemalige Mitarbeiter Hells helfen derzeit im Verein die Erinnerung an den 2002 verstorbenen Hell zu bewahren. seine Maschinen und Geräte zu säubern und zu restaurieren. Rund 150 Exponate, zum Teil an die 80 Jahre alt, lagern in einem 200 Quadratmeter großen Raum der Hell Gravure Systems GmbH in Wellingdorf. Doch der ist nicht für die Öffentlichkeit geeignet. Seit August steht dem Verein nun eine ehemalige Hausmeisterwohnung im Verein Bauernhaus in Suchsdorf zur Verfügung.

„Das war vor 40 Jahren ein von Hell eingerichtetes Freizeithaus für Mitarbeiter", erklärt Decket der selber 42 Jahre bei Hell arbeitete und ein Buch über seine Erlebnisse mit dem „korrekten Hell" geschrieben hat. "Es ist aber noch nicht druckreif", verrät Deckert. Momentan hat der Verein einen Kalender für 2007 herausgegeben, der nur wenige der Hellsehen Maschinen zeigen kann.

Denn Erfindungen des am 19. Dezember 1901 im bayrischen Eggmühl geborenen Rudolf Hell gibt es viel: Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in München gründete der Pionier der Nachrichtentechnik seine erste Firma in Berlin und ließ den „Hellschreiber" patentieren. der 1934 in die Nachrichtenwelt eingeführt wurde.

Nachdem sein Unternehmen 1945 durch Bomben zerstört wurde. startete Hell 1947 in Kiel neu und richtete im ehemaligen Gebäude der Howaldtswerke eine Werkstatt ein. 1951 erfand er die Klischee-Graviermaschine, 1954 ein Bildübertragungsgerät für Wetterkarten. 1956 ging das weltweit erste Faxgerät KF 108 in Großserie, es folgten in den 50er und 60er Jahren Morsegeräte. 1963 kam der erste Scanner auf den Markt, ein Jahr später der erste Telebildempfänger.

Um das vielseitige Werk Hells präsentieren zu können, bräuchte der Verein. der viele Maschinen aus Museen, von privat oder im Internet ergatterte, mindestens 3000 Quadratmetern „ Wir denken an ein Museum, das nur für Hells Erfindungen gedacht ist oder an ein großes gemeinsames Museum für schleswig-holsteinische Erfinder, sagt Arne Lütkenhorst, stellvertretender Vorsitzenden.
Denn es gibt unendlich viel zu berichten: Beispielsweise über sein 'Telemat-Gerät. das Interpol half, Fingerabdrücke zu übermitteln oder ein anderes Hell-Gerät, mit dem 1982 die Vatikan-Bibliothek digitalisiert wurde. Und viele Erfindungen, die immer noch genutzt werden. Wie zum Beispiel von Salvatore Salonitro, der 25 Jahre lang als Endprüfer im Hell-Unternehmen arbeitete und heute „als Funkamateur mit dem Faxgerät KF 108 Fotos und Grußkarten mit Holländern und Amerikanern austauscht".
Zu sehen ist die Ausstellung mit rund 200 Exponaten noch bis morgen im Suchsdorfer Freizeitheim „Bauernhaus e. V.", Holmredder 177. jeweils 14 bis 19 Uhr. Der Hell Verein Kiel will an den Kieler Dr.-Ing. Rudolf Hell erinnern:
Adresse: c/o Lothar Deckert. Dorfstraße 255. 24147 Klausdorf  Zahl der Mitglieder : 21 Jahresbeitrag: 30 Euro. erm. 15 Euro. Kontakt : 0431/79257 . Fax: 0431/7996258  www.hellverein.de Treffen einmal im Monat nach Absprache

Kieler Nachrichten 15. Dezember 2006 - Seite 26

Erinnerung an einen genialen Erfinder und Unternehmer

Kiel - Er war ein weitblickender Pionier der Nachrichtentechnik. Erfinder der Fax- und Scannertechnologie und ein genialer Unternehmer: 2002 verstarb der Kieler Ehrenbürger Dr. Rudolf Hell im Alter von 100 Jahren. Vom kommenden Sonntag bis Dienstag, 17. bis 19. Dezember, zeigt der Hell Verein Kiel im Freizeitheim Bauernhaus e.V., Holmredder 177, jeweils von 14 bis 19 Uhr rund 200 Exponate des Erfinders.
Es gibt viel aus der Produktion der früheren Dr. - Ing. Rudolf Hell GmbH zu sehen: Erfindungen wie der erste Hellschreiber (1929), das weltweit erste in Großserie hergestellte Faxgerät KF 108 von 1956 sowie Morsegeräte aus den 50er- und 60er-Jahren. Wetterkartenschreiber bis hin zum noch heute eingesetzten High-EndScanner aus den 80er-Jahren. Ebenso locken zahlreiche Anwendungs-beispiele und Arbeitsproben von damals: Es wird beispielsweise probiert. mit den Hellschreibern eine Verbindung zu anderen Hellschreiber-Begeisterten in den USA aufzubauen. Ein Teil der Ausstellung ist den Unternehmen gewidmet, die die Nachfolge der Hell GmbH angetreten haben:

 Die Heidelberger Druckmaschinen AG, die Kieler Hell Gravure Systems GmbH (Weltmarktführer für Helio-Klischographen) und die NexPress GmbH zeigen einen Querschnitt aus ihrer Entwicklung und Produktion. Die Firma LaserSoft Imaging AG informiert über in Kiel entwickelte Softwareanwendungen mit Hell-HighEnd-Scannern. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. ein Teil des Erlöses kommt der Kieler Kinderkrebshilfe zugute. Für Fans gibt es zudem erstmalig einen Hell-Kalender für 2007. der ausgewählte Technik-Hell-lights aus fünf Jahrzehnten zeigt. eye

Kieler Nachrichten 02. Oktober 2006 - Seite 26
 Kieler Nachrichten 13. Oktober 2005

Kieler Nachrichten-Artikel vom 12. Januar 2005

Kieler Nachrichten 25. Februar 2005
Kieler Nachrichten 29.Dezember 2004
Kieler Express 27. Juni 1968
Per Klick vergrößern! Kulturpreis der Stadt Kiel 1968 (aus dem Kieler Express v. 27.06.1968)